Philosophenvilla

Philosophenvilla

Die Philosophenvilla ist eine wunderschöne Jugendstilvilla mitten im Herzen des Schlossparks des Bayerischen Staatsbads Bad Brückenau. Sie bietet Ihren Gästen vier individuell gestaltete Doppelzimmer mit separatem Badezimmer. Zwei davon sind mit einem Balkon mit herrlichem Blick in den Schlosspark ausgestattet. Jedes Zimmer ist einem Philosophen gewidmet und deshalb nach diesem benannt. Fernseher gibt es in der Philosophenvilla nicht, aber auf allen Zimmern finden sich Bücher der entsprechenden Philosophen und des Hausherren. Wer möchte, kann sich auch gerne ein Buch aus der philosophischen Bibliothek der Philosophenvilla ausleihen. Der Philosoph des Hauses berät Sie dabei gerne.

Genießen Sie die stilvolle Atmosphäre der Philosophenvilla und die wunderbare Ruhe im Schlosspark! Ein besonderer Geist und liebenswerte Menschen erwartet Sie.

Unsere Zimmer

Die Philosophenvilla verfügt über zwei Zimmer mit Balkon, zwei Appartements ohne Balkon im Erdgeschoss sowie eine Suite im ersten Obergeschoss. Alle Zimmer sind mit einem Boxspringbett ausgestattet, im Schlafzimmer der Suite finden Sie ein antikes indonesisches Hochzeitsbett, ein Unikat, das nur von einer Seite zugänglich ist.

Die Tageslichtbäder sind von den Schlafräumlichkeiten durch einen kleinen Eingangsbereich separiert und verfügen über eine Dusche bzw. Dusche und Badewanne in der Suite. Im Vorraum der Appartements finden Sie einen geräumigen Schrank für Ihre Garderobe. Bis auf das Nietzschezimmer verfügt jedes Appartement über einen Schreibtisch, an dem man in Ruhe arbeiten kann. Ein kostenloser WLAN-Zugang ist im gesamten Haus vorhanden.

Der Schlosspark

Das Bayerische Staatsbad Bad Brückenau ist ein in Schönheit entrückter Ort. Er befindet sich abseits von der Hektik und dem Lärm des Alltags. König Ludwig I. förderte das Staatsbad und hielt sich selbst fast dreißig mal dort auf, mitunter auch, um sich zum Unwillen der Regierung mit seiner Geliebten, Lola Montez, zu treffen. Seid dieser Zeit ist das Staatsbad fast unverändert als historisches Ensemble erhalten geblieben. Im weitläufigen Schlosspark findet sich eine einzigartige Ansammlung wunderbarer Villen und Prachtbauten. Ein Kleinod, das es zu entdecken gilt.

Carpe Diem & Schlosspark Biergarten

Das Café Carpe Diem ist das hauseigene Café und der Schlosspark Biergarten der zum Haus gehörende Biergarten der Philosophenvilla. Das Frühstück wird im wunderschönen Biergarten oder in der Bayerischen Stube des Biergartens serviert. Dabei gehen wir so weit, wie es uns möglich ist, auf Ihre individuellen Wünsche ein. Das Café selbst ist ein Jugendstilpavillon, der hauptsächlich aus Glasflächen und Säulen besteht, so dass Sie selbst im Winter den Eindruck haben, im Freien zu frühstücken. Im Sommer oder bei schönen Wetter können Sie draußen inmitten der Ruhe des Schlossparks und seiner wunderbaren Gartenanlage Ihr Frühstück genießen.

Übrigens war der Pavillon bereits vor über 100 Jahren das Café des Staatsbades. Eine Tradition, die wir vor drei Jahren wiederbelebt haben und fortführen möchten.

Kontakt & Anfahrt

Philosophenvilla
Inh. Dr. Gerhard Hofweber & Pia Zachmann
Heinrich-von-Bibra-Str. 9
97769 Bad Brückenau

Buchungsanfragen

Immanuel Kant

(1724 – 1804)

Immanuel Kant war der Statur nach ebenso zweifellos einer kleinsten Philosophen, wie er nach seinem Geist und seinem Schaffen einer der größten war. Ein unglaublich klarer und tiefer Denker, welcher einen kompletten Neuansatz in der Philosophie gewagt und bis in die kleinste Verästelung ausgearbeitet hat. Wer sich im Dickicht des heute herrschenden Subjektivismus orientieren möchte, hat in Kant einen mächtigen Wegweiser. Seine Begründung der Objektivität der Moral und der Universalität der Vernunft sind nicht nur genial und brillant, sondern gerade heute von größter Bedeutung. Kant freilich zu lesen ist schwer. Ihn zu verstehen jedoch, noch viel schwerer. Kein Grund aber, nicht einen Blick in sein Werk zu werfen und sich von einem der größten Denker inspirieren zu lassen.

Friedrich Nietzsche

(1844 – 1900)

Friedrich Nietzsche ist der wohl berühmteste Spaziergänger der Philosophiegeschichte. Ein Peripatetiker der Moderne. Durch seine labile Gesundheit war er zu langen Spaziergängen gezwungen, die ihm jedoch viel Inspiration und wortgewaltige Formulierungen einbrachten. Nietzsche war ein Sprachgenie und ein hervorragender Diagnostiker seiner – und unserer – Zeit. Sein Lösungsweg jedoch ist eine Katastrophe. Die Umwertung aller Werte und die Idee des Übermenschen verkennen zutiefst die Natur des Geistes und den inneren metaphysischen Kern des Menschseins. Dennoch ist die Lektüre seiner Werke niemals ohne Gewinn. Immer findet sich eine Perle, die man fischen kann, um damit sein eigenes Leben zu bereichern.

PLATON

(428/427 v. Chr. – 347/347 v. Chr.)

Platon trägt den Beinamen ‚der Göttliche‘ und dies sagt eigentlich schon alles über ihn aus. Als Schüler des Sokrates, der selbst nichts geschrieben hat, hat er wie kein zweiter die Philosophie geprägt. Nahezu alles, was die Philosophiegeschichte über 2500 Jahre beschäftigt hat, ist bei Platon vorhanden und ausgearbeitet. Wenn man seine Texte liest, kann man gar nicht fassen, wie aktuell sie sind. Sein Dialog Gorgias ist das Aktuellsten, was es zu dem Thema Wahrheit, öffentliche Meinung, Fake News und die Natur der staatlichen Macht gesagt werden kann.

Gleichzeitig bietet sich bei ihm die einzigartige Möglichkeit, dass er durch die besondere Konzeption seiner Dialoge nicht nur die Themen phänomenal erschließt, sondern auch den Leser mitnimmt auf dem Weg zur Erkenntnis. Platon ist der beste Begleiter, um Zutritt zur Philosophie zu finden und er ist der kompetenteste Gefährte, wenn es darum geht, nach jahrzehntelanger Forschung zu den tiefsten Geheimnissen vordringen zu wollen.

Aristoteles

(384 v. Chr. – 322 v. Chr.)

Wenn das Wort ‚Genie‘ je eine Bedeutung hatte, dann trifft sie am meisten auf Aristoteles zu. Ein Universalgelehrter mit einer Genialität gesegnet, wie es in dieser Form vielleicht nie wieder vorgekommen ist. Alles, was an Wissenschaften jemals entstanden ist, geht auf Aristoteles zurück. Seine Naturphilosophie hat große Verwandtschaft zur Quantenphysik, seine Logik ist unerreicht, seine Moralphilosophie ist genau das, was uns heute fehlt und seine Metaphysik erschließt genau den Kern, der die Welt im Innersten zusammenhält. Faust hätte gar nicht verzweifeln müssen, hätte er Aristoteles verstanden. Seine Politik muss noch unbedingt erwähnt werden. Denn durch diese wird zum Beispiel deutlich, warum man einem Volk nicht von außen ein anderes politischen System aufzwingen kann, auch dann nicht, wenn es an sich das bessere ist.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

(27. August 1770 – 14. November 1831)

G. W. F. Hegel war der letzte der großen Philosophen. Sein Anspruch war es, die Wahrheit und zwar im Sinne, dass Gott die Wahrheit ist, in all ihren Facetten zur Darstellung zu bringen. Dazu zählte er zunächst die reine Wirklichkeit des Geistes und ihre innere Struktur (Metaphysik bzw. Logik), um diese dann in all ihren Erscheinungen in der materiellen und sozialen Welt wiederzukennen. Symptomatisch für sein Denken ist die berühmte Dynamik des Denkens als dialektischer Prozess. Das Denken entwickelt sich in diesem Sinne einer immanenten Logik folgend aus sich selbst heraus und führt so zu einer immer tieferen und reichhaltigeren Bestimmtheit. Anders als viele meinen, erschöpft sich das Denken aber nicht in der Dialektik, sondern dieses ist selbst nur eine Zwischenstufe auf dem Weg zur spekulativen Vernunft. Der letzte Gegenstand der Erkenntnis ist schließlich dann diese Vernunft selbst, aber im höchsten Sinne als die Vernunft Gottes. Hegel vertritt damit einen unglaublich hohen Anspruch, der uns heute zunächst sehr befremdet. Wenn man aber sieht, auf welch geniale Weise Hegel diesem gerecht wird und die Dimension des Geistes in der Kunst, der Religion, der Weltgeschichte, dem Staat, dem Subjekt etc. aufzeigt, beginnt es doch zu dämmern, dass der Erkenntnisanspruch doch zurecht besteht, dass man aber auch ein Genie sein muss, um ihn erfüllen zu können.